Text: First learn the rules, then break them (Gewohnheiten erfolgreich ändern)Die Formel zum Abnehmen:

Deine Gewohnheiten ändern!

 

Willst du abnehmen?

Dann musst du nur eins sein…“diszipliniert“!  – Oder etwa doch nicht?

Viele Leute sind davon überzeugt, dass Disziplin der Schlüssel ist, um Gewohnheiten zu ändern und überhaupt erfolgreich an Gewicht zu verlieren. 

Leider haben wir oft keinen Plan oder eine klare Strategie, wie wir überhaupt lange gegen die immer wiederkehrenden Versuchungen und Hindernisse stand halten können.

Der innere Schweinehund, der sich uns in den Weg stellt und dem wir einfach nicht entkommen, schlägt immer wieder erbarmungslos zu!

 

Warum du zum erfolgreichen Abnehmen keine Disziplin brauchst!

 

Was bedeutet Disziplin überhaupt?

 Hier eine kurze Definition:

„Disziplin“ 

„das Einhalten von bestimmten Vorschriften, vorgeschriebenen Verhaltensregeln o.Ä;

„das Sicheinfügen in die Ordnung einer Gruppe, einer Gemeinschaft“ „..das Beherrschen des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen, um etwas zu erreichen..“  

Disziplin geht also einher mit der Kontrolle bzw. der Beherrschung des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen. Dies bedeutet im Klartext also auch „Wiederstands-Kraft“ aufzunehmen oder zu entwickeln, um dagegen zu halten. Gegen das, was man sich über lange Zeit hinweg angewöhnt hat. Dem man sich ausgeliefert fühlt und dass man als „unerwünscht“ ansieht. 

Doch diszipliniertes Handeln bedeutet nichts anderes als immer wieder genug Wiederstandskraft aufzunehmen und zu entwickeln. Dies kann viel Energie kosten. Ein Abweichen von bestimmten Vorgaben oder Verhaltensweisen bedeutet also: Die Missachtung einer Norm oder gegen eine Ordnung zu verstoßen und dann zwangsläufig auch Misserfolg, weil man wieder einmal eingeknickt ist. So würden dies viele Leute auch als „Schwäche“ bezeichnen, die man in den Griff kriegen muss, um seine Gewohnheiten zu durchbrechen.

Versuchung -> alte Gewohnheiten = Versuchung nachgeben bzw. Schwäche

Hier liegt aber genau der Punkt. Denke nicht, dass du nur Disziplin also Wiederstandskraft brauchst, um erfolgreich abzunehmen. Disziplin ist nicht die Formel zum erfolgreichen abnehmen oder um Gewohnheiten dauerhaft zu ändern.

Sieh es mal so:

Je öfter du an nur einem Tag irgendwelchen Verlockungen wiederstehen musst, desto öfter wird deine Wiederstandskraft strapaziert und wird auch früher aufgebraucht sein. Deine Geduld ist schneller am Ende und du fühlst dich außerdem noch gestresst.

Immer wieder die Kraft aufzubringen und dich vielleicht noch darüber zu ärgern, ohne wirklich einen Plan zu haben hilft dir nicht, endlich den ganzen Leckereien zu entkommen und deinen Gewohnheiten den Kampf anzusagen!

 

Du brauchst einen Plan, eine Formel, die dir ermöglicht, Herr jeder dieser unangenehmen Situationen zu werden!  

 

Die Formel zum Abnehmen: Analysiere deine Gewohnheiten & programmiere sie um!

 

Beobachte zuerst deine täglichen Routinen & Gewohnheiten

Wir möchten an dieser Stelle einmal auf die beiden Begriffe „Gewohnheit“ und „Automatismus“ eingehen. Fakt ist, unsere Gewohnheiten laufen vollautomatisch ab und werden von unserem Bewusstsein nicht kontrolliert. Schaue doch einmal, warum dies so ist.

Definition: „Gewohnheit“

„Eine durch häufige und stete Wiederholung selbstverständlich gewordene Handlung, Haltung, Eigenheit; etwas oft nur noch mechanisch oder unbewusst Ausgeführtes.“

Beispiele:

  • eine liebe, gute, alte Gewohnheit

  • eine üble, absonderliche, schlechte Gewohnheit (Angewohnheit)

 Definition: „Automatismus“

(Biologie, Medizin): “ Ein spontan ablaufender Vorgang oder Bewegungsablauf, der nicht vom Bewusstsein oder Willen beeinflusst wird.“

(Psychologie): „Eine vom Bewusstsein nicht kontrolliert ablaufende Tätigkeit.“

Es wird also deutlich, dass eine Gewohnheit nur entstehen kann, wenn man ein bestimmtes Verhalten oder einen Ablauf regelmäßig, also wiederkehrend ausführt. Dadurch verankert sich dieser Ablauf in uns immer stärker.

Nun kann man also folgende Frage stellen: Warum führt man eine bestimmte Handlung oder einen Ablauf überhaupt aus?

Genau an diesem Punkt liegt der Trick, den du dir zunutze machen kannst. Du solltest dir darüber klar werden, wo der Grund hierfür liegt. Die sogenannte „Gewohnheitsschleife“ sorgt dafür, dass ein von außen aufgenommener Reiz, dein Verhalten auslöst, von dem du dir eine Belohnung versprichst!

Dies bedeutet:

Reiz -> bestimmtes Verhalten/Routine/Gewohnheiten -> Belohnung

 

Hier ein kleines Beispiel:

Wenn es eine deiner Gewohnheiten ist, dass du dir regelmäßig Abends nach der Arbeit ein kühles Bier aus dem Kühlschrank nimmst, dich gemütlich auf die Couch legst, um zu entspannen, ist dies genau solch ein Ablauf.

In diesem Falle, repräsentiert der Zeitpunkt „Abends, zu einem bestimmten Zeitpunkt“ den Auslöser bzw. den Reiz. Das Bier aus dem Kühlschrank zu holen, ist in dem Fall deine Routine und die eintretende Entspannung somit deine ganz persönliche Belohnung.    

 

In 5 Schritten zu neuen Gewohnheiten:

 

Schritt 1: Nachgeben ist keine Schwäche, sondern Stärke

Ständige Unterdrückung tut niemandem gut. Jeder sollte auch mal nachgeben, denn es ist keine Schande und tut auch zwischendurch mal richtig gut. Wenn du falsch an die Sache heran gehst und versuchst permanent deinen eigenen Willen durch Zwang zu beherrschen, wirst du viel schneller unzufrieden sein und dich gefangen fühlen.  

Schritt 2: Schuldgefühle ausschalten

Du bist auch nur ein Mensch! Wenn du dauernd ein schlechtes Gewissen mit dir herum trägst, das dich an deine Sünden, Fehler und Schwächen erinnert, machst du dich selbst klein. Denke immer daran, dass es menschlich ist, von vielen Reizen bombardiert zu werden und auch mal nachzugeben.  

Schritt 3: Gehe lieber Schritt für Schritt (lieber kleinere als zu große Ziele)

Du denkst z.B „Ich darf dies nicht, und das darf ich auch nicht…“ Je mehr Regeln du einhalten willst, desto öfter wird deine Willenskraft geprüft und das ist anstrengend für dich. Bleib realistisch und mache lieber mehr kleine Schritte als dir zu viele große auf einmal vorzunehmen.  

Schritt 4: Werde dir bewusst, warum… – Und das in jeder Situation

Frage dich bevor du unüberlegt zu etwas greifst, warum du das tust bzw. tun willst. Was ist der wahre Grund? Vielleicht eine Gewohnheit? Was ist in dieser Situation deine persönliche Belohnung? Was empfindest du als so lohnenswert, dass du diesen Schritt jetzt machen willst? Ist es vielleicht sogar überflüssig? Kannst du die Schleife hier und jetzt durchbrechen? Welche Alternativen hast du?  

 

Schritt 5: So trainierst du ab heute neue Gewohnheiten:

 

Anleitung:

Finde Gewohnheiten & Verhaltensweisen, die du ändern willst

Beobachte deinen Tagesablauf und deine Gewohnheiten genau. Schreibe dir doch einmal alles ganz genau auf, von dem du denkst, dass es hinderlich für dich sein könnte und dir beim Abnehmen im Wege steht. Achte darauf, dass du dir einen entspannten Moment dafür aussuchst. Gehe in dich und mache dir einmal in Ruhe ein paar Gedanken. Das wichtigste ist, sei ehrlich mit dir selbst! – Vielleicht fallen dir auch direkt einige Situationen ein, in denen du dein Verhalten bzw. deine Gewohnheiten gerne ändern würdest.  

 

Finde Auslöser & Belohnung 

Was sind deine Gedanken und Gefühle? Wenn du diese Situation das nächste Mal durchlebst, schreibe dir genau auf, was du dabei fühlst. Wird dir nun klar, was der Auslöser ist und was deine Belohnung?  

 

Finde alternative Gewohnheiten

Falls du unsicher bist, sprich in Ruhe mit einem nahestehenden Menschen darüber, von dem du denkst, dass er diese Situation erfolgreich meistern wird. Was befürchtest und fühlst du und was kann er dir für Alternativen vorschlagen? Welche Alternative siehst du für dich selbst? Was denkt er über deine Gewohnheiten und Verhalten? Hat er bessere Vorschläge? Wie unterscheidet sich eure Sichtweise.  

 

Wende die Alternative sofort an

Versuche beim nächsten Mal wenn du spürst, dass deine Gewohnheit wieder auftaucht, bewusst einmal genau das zu tun, was du/ihr dir/euch als Alternative überlegt hast/habt.  

 

Wiederholungen ersetzen unerwünschte Gewohnheiten & Verhaltensweisen

Übe dein neues Verhalten immer wieder, aber achte darauf, dass es dich nicht einengt oder zu sehr stresst, denn du willst ja eine Verbesserung erzielen und dir nicht noch mehr Zwänge auferlegen. Mit der Zeit wird es immer leichter und irgendwann prägt sich auch dieser Ablauf als neuer Automatismus/Gewohnheit in deinem Unterbewusstsein ein. Du hast dann deine alte Gewohnheit sozusagen umprogrammiert.

Dies kannst du in vielen Situationen genauso tun, um so unerwünschte Verhaltensweisen zu verändern. Sicher dauert es einige Male, bis du die neuen Gewohnheiten verinnerlicht hast. Gib dir aber trotzdem die nötige Zeit, damit zu experimentieren und herauszufinden wie es dir damit geht. Wenn du diese Schritte immer wieder gehst, bist du auf dem richtigen Weg, dann heißt es sehr bald:  

 

Versuchung -> neue Gewohnheiten/Standhalten = Erfolg beim Abnehmen

Lieber Schnickschnacker,

deine Meinung ist uns wichtig!  Hinterlasse deinen ganz persönlichen Kommentar und somit deine Meinung zum Thema „Abnehmen & Gewohnheiten ändern“. Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Welche Tipps & Tricks möchtest du gerne mit anderen teilen?

Dein Abn.O.Sch.-Team

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